Meine Forderungen share

Autor
anonym
Erstellt
am 20.07.15
Kategorie
Kritik
Status
erfolgreich beendet
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Medium_missing

Beschreibung

anonym

Ich fordere, dass sich das Haus 1 der Frankfurter Stadtbibliothek wieder seiner Kernaufgabe widmet: Unsere Bibliothek ist eine Dienstleistungseinrichtung, die ihren Benutzern Medien zur Verfügung stellt - sowohl zur Ausleihe als auch im Lesesaal.

Ich fordere, dass das Haus 1 - wie bis vor wenigen Jahren - wieder montags bis freitags zwischen 09 Uhr und 19 Uhr durchgehend geöffnet bleibt! Die jetzige "Notlösung" ist beschämend - ich lehne sie ab und fordere eine Finanzausstattung der Bibliothek, die diese längeren Öffnungszeiten wieder möglich machen!

Ich fordere, dass der Lesesaal im Haus 1 ebenfalls wieder von montags bis freitags zwischen 09 und 19 Uhr durchgehend für uns Leser als Lesesaal zur Verfügung steht und nicht mehr, wie in den letzten Jahren, durch verschiedene Veranstaltungen blockiert wird. In Frankfurt gibt es diverse Veranstaltungsräume und Säle in ausreichender Anzahl. Der Lesesaal gehört uns Lesern und darf nicht mehr fremdgenutzt werden.

Ich protestiere gegen Fremdveranstaltungen im Lesesaal des Hauses 1, denn sie blockieren die Bibliothek und binden Arbeitszeit der Mitarbeiter.

Ich fordere, dass die Mitarbeiter des Hauses 1 in ihrer Arbeitszeit nicht mehr als Veranstaltungsmitarbeiter mißbraucht werden, sondern dass sie sich in ihrer Arbeitszeit wieder ausschließlich ihrer ureigensten Funktion widmen: der Betreuung der Bibliotheksnutzer und der Lesesaalnutzer!

Ich hoffe, dass der nächste einzustellende Bibliotheksleiter per Arbeitsvertrag verpflichtet wird, seinen Hauptwohnsitz in Frankfurt (Oder) zu nehmen.

Antwort

elocal

Vielen Dank für Ihre Hinweise. Wir werden diese an die zuständige Stelle weiterleiten.

Ihr ELOCAL- Team

28.07.15
Sehr geehrter ELOCAL_Nutzer,

zunächst möchten wir Ihnen für Ihre Anfrage danken, denn sie spricht sich klar für eine bessere Finanzausstattung der Bibliothek aus. Sich dafür einzusetzen, sehen wir ebenso als eine Aufgabe an. Allerdings führte die finanzielle Situation in der Stadt dazu, dass der Eigenbetrieb KULTURBETRIEBE im Jahr 2015 nicht bedarfsgerecht ausfinanziert werden konnte. Ergebnis war u.a., dass eine im Dezember frei gewordene Stelle momentan nicht wieder besetzt werden konnte. Dies führte zu einer erneuten Reduzierung der Öffnungszeiten. In Abstimmung mit den Mitarbeiterinnen der Bibliothek wurde nun dem Wunsch vieler Nutzer und Nutzerinnen nachgekommen und das Haus 1 wieder um 10.00 Uhr statt um 11.00 Uhr geöffnet. Allerdings schließt die Bibliothek dafür das Haus 1 nun bereits um 18.00 Uhr. Berücksichtigt wurden dabei die Nutzergewohnheiten. Das Haus 1 wird weniger nach 18.00 Uhr frequentiert.
Im Haus 2 wurden die Öffnungszeiten anders gestaltet – von 11:00-19:00 Uhr, da es dort andere Nutzergewohnheiten gibt. Eine Öffnung der Bibliothek von 9:00 bis 19:00 Uhr gab es auch früher nicht, schön wäre natürlich, wenn man auf die 1,5 Schließtage verzichten könnte.
Sicher sind lange Öffnungszeiten, wie von Ihnen gefordert für eine Bibliothek wünschenswert, dies würden auch die Mitarbeiterinnen der Bibliothek begrüßen. Es muss jedoch abgewogen werden zwischen dem Anspruch und den finanziellen, d.h. letztlich den personellen Möglichkeiten. Unter Berücksichtigung des Nutzerverhaltens denken wir, unter den gegebenen Umständen einen annehmbaren Kompromiss erzielt zu haben. Die von Ihnen angesprochenen „Fremdveranstaltungen“ im Lesecafè werden, ebenfalls aufgrund der personellen Situation in der Bibliothek, zukünftig reduziert. Jedoch sind Bibliotheken bereits seit längerem nicht mehr nur Orte, in denen Medien entliehen oder genutzt werden können. Sie haben in den letzten Jahren ihr Profil verändert. Sie führen immer mehr auch Veranstaltungen der Leseförderung durch, vermitteln Medienkompetenz, sind Lernorte. Veranstaltungen werden also auch weiterhin stattfinden, auch im Lesecafè, da es keinen separaten Veranstaltungsraum gibt. Den von Ihnen angesprochenen „Lesesaal“ als Ruhezone findet man im Übrigen kaum noch in öffentlichen Bibliotheken. Insofern ist das Lesecafe unten im Erdgeschoss eine Mischform: Ort zum Lesen aber auch Kommunikationsort und Treffpunkt sowie Veranstaltungsort.
Bei der Auswahl eines/r Nachfolgers/in für die Leitungsstelle werden wir dafür werben, den Hauptwohnsitz in Frankfurt (Oder) zu nehmen. Eine Verpflichtung dazu in den Arbeitsvertrag aufzunehmen hätte nur Sinn, wenn dies ggf. auch gerichtlich durchzusetzen wäre. Bei den in der heutigen Zeit geltenden Anforderungen an die Flexibilität und Mobilität von Arbeitnehmern/innen und den gegebenen Möglichkeiten, z.B. durch gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr wird dies nicht möglich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr ELOCAL-Team

Abschließend

erfolgreich beendet
Das Anliegen wurde erfolgreich abgeschlossen.